Administration

Kirsten-Boie-Grundschule

Kurzportrait

Zum Schuljahr 2009/2010 wurde die Kirsten-Boie-Grundschule in Berlin-Lichtenberg eröffnet. Inzwischen lernen 32 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1-4 in zwei Lerngruppen Lesen, Rechnen, Schreiben und vieles mehr. Neben der Anlehnung an die Montessoripädagogik enthält das Konzept auch Elemente der Freinet-Pädagogik. Das Projekt soll langfristig zur Gemeinschaftsschule ausgeweitet werden. Eine an die Einrichtung gekoppelte Tagesgruppe ist in Planung. Perspektivisch wird es an der Schule zwei Lerngruppen mit jeweils 24 Schülern geben. Die Schule ist damit klein und überschaubar.

1. Das Reformpädagogische Konzept

Die Schule arbeitet weitestgehend nach Maria Montessori und Celestin Freinet. Elementare Bedürfnisse der Kinder nach Bewegung, Neugierbefriedigung und Zuwendung stehen an erster Stelle; Freiarbeit, selbstbestimmte Arbeitsweisen und spielerisches Lernen sind Kernstück des Unterrichts. Durch intensives Beobachten der kindlichen Entwicklung wird das individuelle Entwicklungstempo des Kindes berücksichtigt.

2. Das Gesundheits- und Bewegungsmodell

Dem natürlichen Bedürfnis nach Bewegung und Aktivität wird im Schulalltag Rechnung getragen, z. B. durch Bewegungsspiele angeboten und auf regelmäßige Bewegungspausen geachtet. Die Kirsten-Boie-Grundschule ist keine reine Sitzschule, die Kinder haben die Möglichkeit während des Unterrichts ihren Wünschen entsprechend mit den Lernmaterialen frei im Raum arbeiten zu können, sie müssen nicht wie in anderen Schulen 45 min. auf ihrem Platz sitzen. „Entdeckertage“ einmal wöchentlich, entweder in die Natur, oder an andere spannende Orte, die Nutzung der Umgebung und das Sportangebot im Zirkus Zack tragen den Bedürfnissen der Kinder Rechnung. Besonders die Vermittlung einer gesunden Ernährung ist zentrales Anliegen, dafür wird auch der schuleigene Garten genutzt, der gemeinsam mit den Kindern im kommenden Frühjahr angelegt werden soll.

3. Die Integration von Kindern, die eine besondere Förderung benötigen

Unterschiede in der Herkunft oder Entwicklung werden als Ressource und nicht als Problem verstanden; diese Haltung ermöglicht es gerade auch Kindern mit so genannten Verhaltens- oder Entwicklungsauffälligkeiten, Lernfortschritte im eigenen Tempo zu erzielen, versäumte Chancen nachzuholen und einen ganz eigenen Weg zu gehen und persönliche Fähigkeiten zu entfalten. Durch differenzierte Angebote können so genannte verhaltensauffällige, lernblockierte und lernbegabte Kinder miteinander in einer Gruppe lernen. Die Kinder mit besonderem pädagogischen Förderbedarf werden auf individuell zugeschnittene Weise intensiv unterstützt, während besonderes Augenmerk darauf gelegt wird, ihnen keinen Sonderstatus zu verleihen, sondern sie als normale Mitglieder der Gruppe in die Gemeinschaft zu integrieren. Dies gilt auch für besonders interessierte und lernbegeisterte Kinder.

4. Das Lernen durch Lebensnähe

Das Lernen wird so lebensnah wie möglich gestaltet, d.h. die Kinder lernen nicht um des Lernens willen sondern weil es bspw. notwendig ist, rechnen zu können, um eine Bühnenkulisse zu bauen oder lesen zu können, um einen Kuchen zu backen. Die Kinder übernehmen Verantwortung für den Schulgarten und arbeiten gemeinsam mit Eltern und Pädagogen an Vorhaben, z.B. der Gestaltung neuer Räume, der Organisation von Festen Die Kinder lernen auch, demokratische Entscheidungsprozesse zu führen, zu dokumentieren und die Konsequenzen aus ihren Entscheidungen zu tragen. Eltern und Pädagogen sind an der Entscheidungsfindung ebenso beteiligt wie der Träger.

5. Kreativität in allen Bereichen

Kreatives Denken und Handeln wird als Bestandteil aller Bereiche des Lernens aufgefasst. Es ist die Grundlage dafür, eigene Lernwege zu gehen, eigenständig an einem Problem zu arbeiten und Lösungen zu finden. Kreatives Lernen lässt sich in allen Fachrichtungen umsetzen. Forschendes und entdeckendes Lernen, sowie Projektarbeit und Experimente ermöglichen den Kindern vorwissenschaftliches Arbeiten. Es werden gezielt Hypothesen aufgestellt, Versuchsreihen durchgeführt und dokumentiert. Das Fragen wird ermutigt und das Staunen sorgsam gepflegt. Im Lernen durch Versuch und Irrtum ist der Fehler ein zur Erkenntnis führender Faktor. Auch die im klassischen Sinne kreativen Bereiche, wie Bildende Kunst, Musik und Theater finden vielfältigsten Raum im Schulalltag.

Tagesstruktur

Frühhort (in Orientierung am Elternbedarf)
8.00 Uhr Flexible Ankunftszeit/Frühstück
8.30 Uhr Unterrichtsbeginn/Morgenkreis
10.00 Uhr Bewegungspause/ 2. Frühstückspause
10.30 Uhr Freiarbeit/Unterricht (je nach Stundenplan)
12.00 Uhr Mittagessen
12.30 Uhr Bewegungspause
13.30 Uhr Freiarbeit/Hort (je nach Altersstufe)
15.00 Uhr Vesper
bis 17.00 Uhr Hort/Späthort (in Orientierung am Elternbedarf)

Datum: 21. Sep 2011 15:01
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