Administration

Betreute Jugend-WG / BEW

Ambulant betreutes Jugendwohnen mit dem Schwerpunkt unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften und im betreuten Einzelwohnen nach § 27 in Verbindung mit den §§ 34, 35 und 41 SGB VIII

Unsere WGs und BEWs sind Wohnprojekte zur Verselbständigung von Jugendlichen ab 15 Jahren. In den Wohngemeinschaften leben 3-6 Jugendliche, im betreuten Einzelwohnen 1-2 Jugendliche. Die Wohngemeinschaften und BEWs befinden sich in Berlin-Mitte, Friedrichshain, und Treptow-Johannistal.

Ziel ist es, bei den jungen Menschen einen Prozess zur Verselbstständigung einzuleiten oder fortzuführen, der darauf ausgerichtet ist, ein selbstständiges und gesellschaftlich und kulturell integriertes Leben führen zu können.

Unsere Zielgruppe
In unsere Wohnprojekte können Jugendliche ab 15 Jahren aufgenommen werden.

Der Alltag
Der Lebensalltag in den Wohnprojekten bietet ein hohes Maß an Sicherheit und Stabilisierung durch verlässliche Bezugspersonen und konstante Strukturen, wie auch Regeln und Vereinbarungen. Die betreuenden Fachkräfte unterstützen die Jugendlichen darin, ihren Tagesablauf klar zu strukturieren. Am Nachmittag und an den Wochenenden werden gemeinsame Unternehmungen organisiert. Des Weiteren wird den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, persönlichen außerschulischen Begabungen und Interessen nachzugehen. Neben der Entfaltung des eigenen Potentials und der Kreativität erleben die Jugendlichen hierüber eine Stärkung ihres Selbstwertes und ihres Zugehörigkeitsgefühls sowohl im Sinne einer gelungenen Integration in die deutsche Gesellschaft als auch im Sinne einer guten Einbindung in die Wohngruppe. Ein wichtiger Aspekt bei Jugendlichen mit Fluchthintergrund ist die Balance zwischen Akzeptanz gesellschaftlicher und religiöser Normen und Werte der Herkunftskultur und denen der hiesigen Gesellschaft. Zu berücksichtigen ist hier auch der parallel zum Verlauf der Maßnahme erfolgende ausländerrechtliche Prozess. Die Betreuerinnen und Betreuer sind in der Lage, sowohl Verfahrensberatung zu leisten, als auch ein hohes Maß an Aufmerksamkeit auf die möglichen Auswirkungen dieser Prozesse auf das alltägliche Leben zu gewährleisten. Im Alltag können familienbiographische Erlebnisse im Heimatland oder auf der Flucht jenseits von therapeutischen Aspekten besprochen und berücksichtigt werden. Zum Beispiel können möglicherweise bestehende Kontakte zu Familienmitgliedern sensibel geplant, reflektiert und gefördert werden. Den Jugendlichen wird in allen Belangen ein Mitspracherecht eingeräumt, um ihre Selbstwirksamkeit zu stärken.

Die Betreuerinnen und Betreuer
Das Personal setzt sich aus einem Team von pädagogischen Fachkräften und PsychologInnen, die über vielfältige Erfahrungen in der ambulanten und stationären Jugendhilfe sowie in der Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen verfügen, zusammen. Die pädagogischen Fachkräfte verfügen über ein abgeschlossenes Sozialpädagogikstudium oder Psychologiestudium und ggf. über weitere Zusatzqualifikationen wie z.B. systemische TherapeutIn oder PsychotherapeutIn.

Kontakt
lebensnah wohnen gGmbH
Jugendwohnprojekte
Koordinatorin: Gabriele Bense
Jessnerstraße 54
10247 Berlin
Tel.: 030 / 91909350
Fax: 030 / 29668416
EMail: gabriele.bense@lebensnah.de

Datum: 1. Jul 2016 14:50
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